
Justus Pfaue und Harry Baer - Bas Boris Bode
Jugendbuch Oliver Maass Das Spiel mit der Zaubergeige von Justus Pfaue
Ein Junge kann mit seiner Zaubergeige in die Zukunft sehen und erlebt aufregende und phantastische Abenteuer.
Seit dem Tod seiner Mutter lebt Oliver mit der Großmutter in einer alten Villa in München. Olivers Vater Michael ist als Archäologe unterwegs, um das Grab Theoderichs des Großen zu finden. Einer mittelalterlichen Urkunde zufolge soll Theoderich nicht in Ravenna, sondern im süditalienischen Ravello begraben liegen.
Der geheimnisvolle, aber auch unheimliche Graf Esteban unterstützt Michael bei seinen Forschungsarbeiten und läßt ihn in seinem Schloß wohnen. Überraschend taucht er in München auf und schenkt Oliver eine wertvolle Amati-Geige, die ein Geheimnis birgt: Oliver kann plötzlich perfekt spielen. Und immer, wenn er eine bestimmte Melodie spielt, kann er für einen Tag in die Zukunft sehen. So erfährt er die Aufgaben der Mathe-Arbeit, verhilft einem armen Schlucker zum Gewinn im Pferdelotto und sieht, wo sich ein kleines Mädchen versteckt hält, das von zu Hause weggelaufen ist.
Aber die Geige hat nur begrenzte Macht. Oliver sieht immer nur einen Ausschnitt der zukünftigen Realität. So sieht er nicht, daß der Mann auf der Rennbahn nach dem Wettgewinn vor Freude einen Herzinfarkt bekommt, und daß zwei U-Bahn-Züge ineinander rasen, als er das kleine Mädchen findet. Er sieht, wo sich das Grabmal Theoderichs befindet - und er sieht, daß bei der Suche danach sein Vater in einen Brunnen stürzen wird.
Oliver fährt heimlich nach Italien. Michael Maass entgeht nicht, daß die Geige seinen Sohn verändert hat. Er beschließt, sie dem Grafen zurückzugeben, und Esteban will sie vernichten. Doch er erkennt, daß die Zaubergeige nur derjenige zerstören kann, dem sie zum Spielen anvertraut wurde. Oliver verspricht, nie mehr die Geige zu spielen, kann aber sein Versprechen nicht halten. Als Michael erkrankt und Oliver Angst hat, ihn zu verlieren, muß er wählen, ob er die Geige nach dem Ausgang der Krankheit befragt oder einfach hofft, daß sein Vater wieder gesund wird. Da erkennt Oliver, daß es nicht gut ist, die Zukunft zu kennen, und entscheidet sich für die Hoffnung. Damit ist die Macht der Zaubergeige gebrochen.
Eine spannende, lebendige Erzählung.
Illustrationen von Janos Zsigmond von Lemheny
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
Loewe Verlag
Besonderheiten: keine
Das Buch ist in einem guten Zustand.

