
Die Insel der Abenteuer Band 1 von Enid Blyton 1962
Die Farrell-Kinder geschrieben von Enid Blyton
Es war an einem Apriltag. Die nicht mehr junge Tante Grete wollte ihre Verwandten, die Farrells, besuchen. Sie saß inmitten ihres Gepäcks im Zug und zählte hin und wieder die einzelnen Stücke. "Mein großer brauner Koffer, der kleine blaue, mein Papagei Sukie, der Regen- und Sonnenschirm, der elektrische Kocher, mein Gummimantel und Kleinigkeiten. Ja, alles da."
Genau so fängt diese Geschichte an, und sie endet damit, daß sich Tante Grete sagt: "Alles ist wie früher, und doch hat sich etwas geändert." Nun, was sich in der Familie geändert hat, das müßt ihr schon selber lesen. Aber, wenn ihr erst einmal Tante Grete näher kennengelernt habt, dann könnt ihr euch schon denken, daß durch ihren Besuch im Hause des Chirurgen Dr. Farrell nicht alles beim alten bleibt. Denn Tante Grete hat eine selten gewordene Eigenschaft: Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und meint alles genau so, wie sie es sagt. Und darum sehen Pam und Tony, die beiden ältesten Kinder des Arztes, die Tante gar nicht gern. Pam ist zwar klug wie ein Lexikon und hübsch wie ein Mädchen aus einem Modeheft, aber sie ist auch maßlos eingebildet. Und Tony ist auch nicht gerade auf den Kopf gefallen, aber dafür beängstigend faul und der angeberische Held seiner Klasse, weil er stets nichts wie Dummheiten ausheckt. Allerdings bekommt den beiden ihr Hochmut gar nicht. Und wenn ihnen Tante Grete nicht gehörig die Meinung gesagt hätte, dann wäre es bestimmt nichts mit Pams Studium geworden und Tony hätte für immer die Schule verlassen müssen. Lissi dagegen ist ganz anders als ihre älteren Geschwister. Sie hilft am liebsten der Mutter im Haushalt und erzählt den tierliebenden Zwillingen, Delia und David, Geschichten. Ja sie kann sogar so gut erzählen, daß die Tante sie auffordert, ihre Geschichten niederzuschreiben und in der Zeitung zu veröffentlichen. Und als der Vater einen schweren Unfall erleidet und längere Zeit seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, da ist es Lissi, die mit dem Geld, das sie für ihre Erzählungen erhält, zum Lebensunterhalt der Familie Farrell beiträgt.
Döch damit diese Geschichte auch wirklich gut ausgeht, verrät Tante Grete noch ein großes Geheimnis, ein sehr schönes Geheimnis - womit wieder einmal bewiesen ist: Das letzte Wort hat Tante Grete.
Originaltitel House at the corner
Einband und Schutzumschlag von Lotte Oldenburg-Wittig
Illustrationen von Ditz von Schneidewind
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
1. Auflage 1954
Verlag: Die Boje
Besonderheiten: kleiner Namenseintrag auf Vorblatt
Das Buch ist in einem guten Zustand.